Sümpfe und Moore im Geopark Karawanken

Nicht nur mystisch sondern unverzichtbar
Kärnten
Bestgelaunte Morgenshow
04. Juli 2024 · 06:00 Uhr
Wusstet ihr, dass bei uns Unterwasser-Spinnen leben? Dass es in unseren Sümpfen auch intensiv blau gefärbte Frösche gibt? Oder, dass es nicht nur irgendwo in den Tropen sondern auch bei uns fleischfressende Pflanzen in freier Natur gibt?
Den Schülern der NMS Bad Eisenkappel sagt das alles jedenfalls schon etwas. Die haben sich nämlich ein Schuljahr lang intensiv mit den Moor- und Sumpfgebieten rund um Klopeiner-, Turner-, oder Gösselsdorfersee auseinandergesetzt und diese geschützten Gebiete teils auch besucht. Dabei war es sehr spannend was die Kinder der 4. Klasse Mittelschule so zum Erzählen gehabt haben. Melanie Vejnik:
Übers gesamte Schuljahr haben sich die Kinder der NMS Eisenkappel mit diesen Feuchtgebieten und deren Schutz auseinandergesetzt. Das war eine Zusammenarbeit mit dem Geopark Karawanken.
Da gibt es viele Bewohner mit denen wir in unseren Tümpeln und Mooren nicht gerechnet hätten.
Hanna aus Eisenkappel nennt die Wasserspinne: „Sie lebt im Wasser und kann unter Wasser atmen. Sie kann beißen aber ist für den Menschen eigentlich ungefährlich.“
Marie aus Gallizien ist ein Tier ganz besonders in Erinnerung geblieben: „Mein Lieblingstier ist der Balkan-Moorfrosch. Er hat eine sehr schöne, blaue Farbe und beeindruckt so seine Weibchen.“
Auch der Sonnentau ist hier in Unterkärnten zu finden. Charakteristisch für diese Pflanze sind die Klebedrüsen. Die Insekten setzen sich drauf, können sich nicht mehr bewegen und ersticken.
Auch Blutegel sind in unseren Gewässern zu finden. Sie werden für Therapiezwecke, etwa bei Entzündungen, eingesetzt.
Wie wir von den Kindern gelernt haben, sind diese Zonen aber auch für uns alle wichtig um zu Überleben. Als eine Art Schwamm schützen Moore vor Überflutungen. Sie speichern das Wasser. Ebenso speichern sie mehr CO2 als Wälder und sie haben auch für unser Trinkwasser eine Art Filterfunktion.
Salina verrät uns, was jeder tun kann, damit es den schwindenden Mooren besser geht: „Ein Tipp wäre torffreie Erde zu kaufen. So werden die Moore nicht zerstört. Die Moose brauchen sehr lange um nachzuwachsen.“
Melissa und Katja haben auch noch wichtige Tipps: „Keinen Müll wegwerfen damit die Moore so bleiben wie sie schon sind. Plastik verrottet nicht. Wenn die Tiere das essen sterben sie. “
Eine Landkarte wo alle Naturjuwelen dieser Region zu finden sind, gibt es auf dieser Website des Geopark Karawanken: https://www.geopark-karawanken.at/map/
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